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Bescheinigung nach § 72(9)

Brandenburgische Bauordnung  (BbgBO)


Der §72 Abs. 9 der Bauordnung des Landes Brandenburg fordert, daß der Bauherr kurzfristig nach Baubeginn den Nachweis der Einhaltung der genehmigten Lage und Höhe des Bauwerks erbringt (Grundflächen- und Höhennachweis, Sockelbescheinigung).

Die Einhaltung der festgelegten Grundfläche und Höhenlage ist der Bauaufsichtsbehörde binnen zwei Wochen nach Baubeginn durch Vorlage einer Einmessungsbescheinigung eines Vermessungsingenieurs nachzuweisen.

Die Einmessung nach § 72 Abs. 9 soll zusammen mit der Gebäudeeinmessung für das Katasteramt gemäß § 23 des Brandenburgischen Vermessungsgesetzes erfolgen.

Wird die Einmessungsbescheinigung separat (ohne katasteramtliche Gebäudeeinmessung) beauftragt, erfolgt die Abrechnung nicht nach Vermessungsgebührenordnung – VermGebO.

Mit der zwei-Wochen-Frist kommt der Bauherr in die Nachweispflicht. Sollte der Baufortschritt eine Einmessung erst später ermöglichen (da z.B. der Aushub der Baugrube allein drei Wochen gedauert hat), ist dann schnellstmöglich einzumessen. Sollte bei der Einmessung eine unzulässige Abweichung festgestellt werden und wird die Einmessung verspätet ausgeführt, kann der Bauherr sich nicht darauf berufen, dass er von der unzulässigen Abweichung erst spät erfahren hat. In der Regel wird von den Bauämtern ein Rückbau gefordert, wenn die Ausführungsabweichung nicht nachgenehmigungsfähig ist.

In der Regel wird für die Entscheidungsfindung ein Baustopp verhängt. Jeder Bauherr ist daher gut beraten, rechtzeitig den Vermessungsingenieur zu informieren und den Nachweis der Einmessung erstellen zu lassen.


Vermessung im Land Brandenburg