Komplettpaket für Bauherren in Brandenburg: vermessungstechnische Baubegleitung


 

Hier werden die Einzelleistungen aus dem hoheitlichen Bereich (Amtlicher Lageplan, Bescheinigung nach § 68 (3) und Gebäudeeinmessung und ggf. auch eine Grenzvermessung) sowie die Dienstleistungen (Gebäudefeinabsteckung) komplett bei einer Vermessungsstelle beauftragt und auch in optimaler Zeitabstimmung abgearbeitet.

Der Amtliche Lageplan wird als Bauvorlage für den Bauantrag benötigt. Er enthält alle grundstücksbezogenen Informationen der Lage und Höhe, die für die Genehmigung des geplanten Vorhabens von Relevanz sind. So sind in ihm das Baugrundstück mit seinen Grenzen, der vorhandenen Bebauung auch auf den Nachbargrundstücken, der Erschließung zur öffentlichen Verkehrsfläche und weitere Informationen dargestellt.

Das geplante Bauvorhaben kann zusätzlich als Projekteintrag mit dargestellt werden. Der öffentlich bestellte Vermessungsingenieur ist für den Nachweis der Grenzabstände und für die Berechnung der sich aus den geplanten Kubaturen ergebenden Abstandsflächen als besonders kompetent bekannt. Im Zuge der Eintragung des geplanten Vorhabens in den Lageplan erfolgt ebenso eine Prüfung einzelner Sachverhalte (u.a. Belange der §§ 6 und 26) der durch den Architekten geplanten Bebauung. So ist sichergestellt, dass das geplante Vorhaben mit hoher Wahrscheinlichkeit bezüglich dieser Normen auch genehmigungsfähig ist.

In Einzelfällen (z.B. bei Bauvorhaben in Bebauungsplangebieten) erstellen wir auch den Nachweis der GRZ / GFZ – Berechnung. Hierbei wird die Grundstücksfläche mit den Grund- und Geschossflächen des geplanten Vorhabens verglichen. Da diese Leistung in Brandenburg i.d.R. vom Architekten erbracht wird, ist sie nicht Bestandteil der Regelkostenermittlung. Auf Nachfrage übernehmen wir aber auch gerne diese Leistung.

Nach Erteilung der Baugenehmigung und der Baufreigabe benötigt die ausführende Baufirma die Information, wo (Lage und Höhe) das geplante Gebäude in der Örtlichkeit tatsächlich errichtet werden soll und darf. Wir übertragen daher die Planung in die Örtlichkeit: das nennen wir Absteckung.

In der Regel ist das Baugrundstück bereits eingefriedet. Die Bauausführenden können daher für die bauvorbereitenden Maßnahmen die Lage des geplanten Gebäudes grob selbst abschreiten und ausmessen. Ist das Baufeld sehr unübersichtlich, sehr groß und/oder die Lage des geplanten Gebäudes in der Örtlichkeit nicht einfach abschreitbar, führen wir zusätzlich gerne auch eine Grobabsteckung (zumeist mit Holzpflöcken) durch. Manchmal machen wir das sogar vor Bauantragstellung, damit der Bauherr sich die Lage des Gebäudes in der Örttlichkeit visualisieren kann.

In Abstimmung mit der Baufirma wird meist eine Gebäudefeinabsteckung durch den Vermessungsingenieur ausgeführt. Hierbei bereitet die Baufirma z.B. das Schnurgerüst vor, auf dem dann die Absteckung der Haupt- oder Außenachsen des Gebäudes erfolgt. In Einzelfällen erfolgt die Absteckung auch auf Holzpflöcken mit Nägeln – sowohl an den Ecken des gebäudes als auch auf achsseitig herausgezogenen Hilfspunkten außerhalb der zukünftigen Gebäudelage.

Bereits bei der Erstellung des Lageplanes, spätestens aber mit der Absteckung werden – in der Regel zwei – Höhenbezugspunkte im Gelände in der Nähe des Baufeldes angegeben. Auf diese Bezugspunkte soll sich das gesamte Bauvorhaben beziehen. Der zweite Höhenbezugspunkt dient in der Regel der Selbstkontrolle der ausführenden Firmen.

Zeitnah nach Baubeginn ist bereist die Kontrolle nach Lage- und Höhe als Einmessungsbescheinigung vorzunehmen. Diese ist dem Bauordnungsamt zeitnah zu übergeben. In der Regel übergeben wir das Original der Bescheinigung selbst dem Bauamt – der Bauherr erhält dann eine Kopie für seine Unterlagen.

Zusammen mit der Kontrollmessung soll auch die Gebäudeeinmessung für das Katasteramt erfolgen. Diese Messung dient dem Zweck der Übernahme der neuen Gebäude in die Liegenschaftskarte.

 Vermessung im Land Brandenburg