Amtlicher Lageplan zum Bauantrag:


Die Bauordnung des Landes Brandenburg fordert den amtlichen Lageplan als Bestandteil des Bauantrages. Die Bauvorlagenverordnung (BauVorlV) in Verbindung mit der Verwaltungsvorschrift zur Bauvorlagenverordnung definiert den amtlichen Lageplan und legt dessen Mindestinhalt im § 3 BauVorlV fest. Er enthält im wesentlichen die Bebauung auf dem Grundstück und den Nachbargrundstücken in bezug auf die rechtlichen Grenzen (nicht die Zäune!!), die Grundstückstopographie, Bäume, technische Versorgung und Höhen einschließlich der davor liegenden Straße, die Flächen von Baulasten und Grunddienstbarkeiten, sowie Festsetzungen der gemeindlichen Bauleitplanung (Bebauungspläne) bzw. gemeindlichen Satzungen, die die Bebauung der Grundstücke regeln (Außenbereichssatzung, Abrundungssatzung, Ergänzungssatzung etc). Der amtliche Lageplan kann zusätzlich die Inhlate des Außenanlagenplanes, des Grundstücksentwässerungsplanes und des objektbezogenen Lageplanes mit der geplanten Bebauung einschl. der Abstandsflächen und der Höhe des Erdgeschoßfußbodens enthalten.

Zum Leistungsumfang des amtlichen Lageplanes gehört die katastermäßige Festlegung der rechtmäßigen Grenzen im Plan, dazu ist in der Regel eine örtliche Grenzuntersuchung erforderlich. Grenzsteine werden jedoch im Rahmen eines Lageplanauftrages nicht gesetzt.

Vor endgültiger Ausfertigung des Amtlichen Lageplanes erhält der Kunde einen Vorabplan um die Lage des geplanten Gebäudes mit dem/der ArchtektIn abzustimmen.

Als Ergebnis dieses Vermessungsauftrages erhält der Antragsteller den amtlichen Lageplan als beglaubigten Ausdruck auf Papier mit der bestellten Anzahl von Ausfertigungen. Als Anlage zum Bauantrag sind in der Regel drei Ausfertigungen mit einzureichen.

Die Kosten des amtl. Lageplanes richten sich nach der „Gebührenordnung für das amtliche Vermessungswesen im Land Brandenburg“ (Vermessungsgebührenordnung – VermGebO) Vom 16. September 2011 (GVBl. II 2011 Nr. 55) geändert durch die Verordnung vom 19.07.2013 (GVBl. II Nr. 59)

Berechnungsgrundlage für die Lageplangebühr ist die Fläche des baurelevanten Bereiches. Mit dieser Gebühr sind bereits alle Fahrtkosten unabhängig von der jeweiligen Entfernung zum Vermessungsort abgegolten. Lediglich die Anzahl der beantragten Ausfertigungen des Lageplanes, ist zusätzlich abzurechnen.

 Vermessung im Land Brandenburg